Trassengedicht

Das Trassengedicht

Ein Mundartgedicht zur Stromtrasse von Johann Spörrer aus Pullenreuth.

Am Staawold, dou sanma daham,
am Staawold, dou haltn ma zam.

Unan Staawold, den louma niat vaschandln,
indems uns a Stromtrassn hi tandln.

Una Natur, döiis uns vül doch wert,
a Monstatrassn, döi waar dou vakehrt.

Wir loua uns doch niat für dumm vaschaucklen,
wenns uns dou mit Windstrom wos vorgauckeln.

Wahrscheinlich wird döi Trassn niat a mal braucht,
waal ohne döiTrassn aas Schlöidl nu raucht.

Döi „Oberen“, döi toun se niat scheniern
und Braunkohlestrom aaf dera Leitung transportiern.

Leit, mir möin uns dou fei wirklich fest wehrn,
dass se aufschaua vo Amprion döi Damen und Herrn.

Döi Politiker, denan wir una Stimm mal hom gebm,
döi kinna se öitza aasetzn für una Lebm.

Una intakte Landschaft soll unberührt  bleibm,
wolln ma niat döi paar willkommena Touristn a nu vatreibm.

Aa bissl Lebmsqualität mou ma uns doch nu loua,
s is ja eh scho sou kolt bei uns aas halbe Jouha.

Vül Leit solltn in döi Bürgerinitiative eih göih
und für una schöine Hoimat aastöih.

IST UNSER WIDERSTAND AUCH KLEIN,
DIE STEINWALDREGION SAGT NEIN !